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Wohnungseigentumsrecht
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Immobilienanwälte erklären das Wohnungseigentumsrecht


Immobilienanwälte für das Wohnungseigentumsrecht

Wohnungseigentumsgesetz

Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) regelt die Rechtsverhältnisse des Eigentums an Wohnungen (Wohnungseigentum, Sondereigentum), an Gewerbeeinheiten oder sonstigen, nicht Wohnzwecken dienenden Räumen (Teileigentum) und an einzelnen Gebäuden sowie das Gemeinschaftseigentum oder gemeinschaftliche Eigentum am Gebäude und Grundstück.

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Voraussetzung für die Anwendbarkeit des Wohnungseigentumsgesetzes ist die formellen Teilung eines Grundstücks durch eine Teilungserklärung (Voraussetzung: Aufteilungsplan und Abgeschlossenheitsbescheinigung). Weitere Voraussetzung ist das Bestehen von Eigentum an den nach der Teilung entstehenden rechtlich selbständigen Wohnungen oder Gebäuden (Wohnungseigentum, Sondereigentum), an den nicht zu Wohnzwecken genutzten Räumen (Teileigentum) sowie das Bestehen von Gemeinschaftseigentum am gesamten Gebäude und Grundstück. An Flächen die keine Räume sind können so genannten Sondernutzungsrechte begründet werden (z.B. an Stellplätzen, Gartenflächen, Terrassen, usw.).

Nach dem BGB kann kann an realen Gebäudeteilen kein selbständiges Eigentum begründet werden, da sowohl alle auf einem Grundstück stehenden Gebäude und Gebäudeteile und damit auch alle Wohnungen wesentliche Bestandteile des einen Grundstücks sind, § 94 BGB.

Da aber Bedarf an Eigentum an einzelnen Wohnungen bestand und besteht, wurde das WEG, also das Wohnungseigentumsgesetz geschaffen um als Ausnahme vom Grundsatz selbständiges Eigentum an Wohnungen, Räumen und einzelnen Gebäudeteilen begründen zu können.

Im Wohnungseigentumsgesetz ist daher die Begründung des Wohnungseigentums (§§ 2 bis 9 WEG), also des selbständigen Eigentums insbesondere an Wohnungen und sonstigen Räumen, die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer (§§ 10 bis 19 WEG), also das Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander, die Verwaltung des Wohnungseigentums (§§ 20 bis 29 WEG), das Wohnungserbbaurecht (§§ 30) und das Dauerwohnrecht (§§ 31 bis 42 WEG) und die spezifischen gerichtlichen Verfahrensvorschriften im Zusammenhang mit Wohnungseigentum (§§ 43 bis 50 WEG) geregelt.

Für Verfahren vor Gericht gelten die allgemeinen Vorschriften der ordentlichen Gerichtsbarkeit i.S.v. (§ 13 GVG), d.h. die Zivilprozessordnung, ZPO, ergänzt duch die Verfahrensvorschriften in den §§ 43 bis 50 WEG.

Die Wohnungseigentümergemeinschaft ist inzwischen teilrechtsfähig. Diese wurde zuvor schon von der Rechtsprechung entwickelt und ist nun ausdrücklich in § 10 Abs. 6 WEG geregelt.

Hinweis:  
Wir bieten keine Rechtsberatung und können aufgrund standesrechtlicher Bestimmungen keine rechtsberatenden Auskünfte geben. Unser Beitrag dient lediglich der Information. Da dieser Text mit der Unterstützung eines Juristen verfasst wurde, spiegelt er den derzeitigen Stand der deutschen Rechtsprechung wieder. Eine Gewähr und Haftung für die Richtigkeit aller Angaben wird jedoch nicht übernommen. Bitte kontaktieren Sie für juristische Fragen einen zugelassenen Rechtsanwalt Ihrer Wahl.