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Wohnungseigentumsrecht
von Alleineigentum bis Zweitwohnung
Immobilienanwälte für das Wohnungseigentumsrecht

Rechtsanwälte erklären das Wohnungseigentumsrecht

Das Wohnungseigentumsgesetz - kurz WEG - regelt im Wesentlichen die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer.

Das Wohnungseigentumsgesetz entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals war der Bedarf an Wohnraum besonders hoch. Problematisch war allerdings, dass das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) grundsätzlich kein Eigentum an Gebäuden oder einzelnen Wohnungen kannte.

Wurde also damals ein Gebäude (z. B. ein Mehrfamilienhaus) auf einem Grundstück erbaut, war laut BGB derjenige Eigentümer, dem das Grundstück gehört. Es gab allerdings bei der Finanzierung der Wohnungen das Problem, dass Eigentumswohnungen gesetzlich nicht definiert waren und so nur schwer finanziert werden konnten.

So entstand das Wohnungseigentumsgesetz, welches im Jahre 1951 in Kraft trat. Seitdem können auch Teile (z. B. einzelne Wohnungen oder Räume) als Eigentum eingegrenzt werden.

  • Sie fragen sich was das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist und wozu es dient?
  • Sie möchten sich gegen einen Beschluss der Eigentümerversammlung wehren?
  • Sie möchten wissen welche Rechten und Pflichten in einer Eigentümergemeinschaft bestehen?
  • Sie haben Fragen bzgl. Miteigentumsanteil, Hausgeld oder Kostenverteilung?

Hinweisgrafik Rechtsgebiet Wohnungseigentumsrecht

Das WEG spielt vor allem für Eigentümer eine wichtige Rolle.

Ein Eigentümer einer Immobilie besitzt diese entweder alleine oder in Gemeinschaft mit anderen.

Als alleiniger Eigentümer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses können sie weitestgehend frei entscheiden.

Als Käufer einer Eigentumswohnung werden Sie Teil einer Eigentümergemeinschaft. Innerhalb dieser Eigentümergemeinschaft besitzen Sie mit Ihrer Eigentumswohnung sowohl Miteigentum (Gemeinschaftseigentum) als auch Sondereigentum.

Daraus ergeben sich für Sie als Wohnungseigentümer Rechte und Pflichten, die vor allem im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) geregelt sind.

Das Sondereigentum umfasst alles, was nur einem Eigentümer dient. Das Sondereigentum kann entfernt oder hinzugefügt werden, ohne die anderen Miteigentümer zu beeinflussen.

Zum Sondereigentum gehören somit zum Beispiel:

  • Innentüren
  • nicht tragende Wände
  • Badeinrichtungen
  • Wand- und Deckenverkleidungen wie z. B. Tapeten
  • Bodenbeläge wie z. B. Teppiche
  • Versorgungsleitungen innerhalb Ihrer Eigentumswohnung

Das Gemeinschaftseigentum hingegen ist alles, was nicht dem Sondereigentum zuzuordnen ist. Dazu zählt insbesondere:

  • Treppenhäuser
  • Aufzüge
  • Heizungsanlagen
  • Außenfenster
  • Außenfassade

Diese strikte Unterscheidung zwischen Sonder- und Gemeinschaftseigentum ist notwendig, um die Verpflichtung des einzelnen Eigentümers sowie die der Eigentümergemeinschaft als Ganzes nachvollziehen zu können. So können beispielsweise Kosten für Sanierungen, Modernisierungen, Reparaturen oder Instandhaltung zwischen allen Eigentümern aufgeteilt werden.

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Das Wohnungseigentumsgesetz besteht aus vier Teilen:

Erster Teil

Der erste Bereich beschäftigt sich mit dem Wohnungseigentum und ist in vier Abschnitte untergliedert.

  • Der erste Abschnitt befasst sich mit der Begründung des Wohnungseigentums.
  • Der zweite Abschnitt regelt die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer.
  • In dem dritten Abschnitt ist die Verwaltung des Wohnungseigentums geregelt.
  • Im vierten Abschnitt wird das Wohnungserbbaurecht definiert.

Zweiter Teil

Im zweiten Teil wird das Dauerwohnrecht gesetzlich bestimmt und ausgestaltet.

Dritter Teil

Der dritte Teil befasst sich mit den Verfahrensvorschriften zu Zuständigkeiten, zur Zustellung von Klagen oder zur Kostenerstattung.

Vierter Teil

Der vierte Teil enthält ergänzende Bestimmungen.

Unsere Leistungen

Unsere immobilienrechtlichen Spezialisten betreuen Sie rund um das Thema des Wohnungseigentumsrechts.

  • Wir beraten und betreuen Sie in allen WEG-rechtlichen Fragen.
  • Wir prüfen Ihre Jahresabrechnung.
  • Wir helfen Ihnen bei der Durchsetzung von Forderungen oder Ansprüchen der WEG gegen Eigentümer oder gegen Dritte.
  • Wir unterstützen Sie bei der Anfechtung von Beschlüssen der Eigentümerversammlung.

Wie vertreten sowohl Eigentümergemeinschaften als auch Verwalter oder Eigentümer.

Hinweis:  
Wir bieten keine Rechtsberatung und können aufgrund standesrechtlicher Bestimmungen keine rechtsberatenden Auskünfte geben. Unser Beitrag dient lediglich der Information. Da dieser Text mit der Unterstützung eines Juristen verfasst wurde, spiegelt er den derzeitigen Stand der deutschen Rechtsprechung wieder. Eine Gewähr und Haftung für die Richtigkeit aller Angaben wird jedoch nicht übernommen. Bitte kontaktieren Sie für juristische Fragen einen zugelassenen Rechtsanwalt Ihrer Wahl.