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Grundstücksrecht
von Auflassung bis Zwangssicherungshypothek
Immobilienanwälte für das Grundstücksrecht

Immobilienanwälte erklären Grundstücksrecht

Das Grundstücksrecht beschäftigt sich im Wesentlichen mit allen rechtlichen Fragen rund um das Grundstück. Dazu gehört insbesondere alles, was mit dem Grundstück über und unter der Erdoberfläche verbunden ist.

Das Grundstück ist ein rechtlicher Begriff für einen abgegrenzten Teil der Erdoberfläche, welcher im Grundbuch mit einem eigenen Grundbuchblatt verzeichnet ist.

  • Sie haben ein Grundstück erworben und möchten nun von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen?
  • Sie möchten wissen, worin sich eine Auflassungsvormerkung und eine Auflassung unterscheiden?
  • Sie ziehen den Erwerb oder Verkauf eines Grundstücks in Erwägung?
  • Ihnen steht ein Wegerecht zu, können Ihr Grundstück aber nicht erreichen?
  • Sie benötigen Unterstützung bei der Gestaltung und Formulierung eines Grundstückskaufvertrages?
  • Sie möchten sich über Ihre Rechten und Pflichten als (zukünftigen) Grundstückseigentümer informieren?
  • Sie fragen sich welche Besonderheiten beim Kauf bzw. Verkauf einer Immobilie mit Erbbaurecht zu beachten sind?

Das Grundstücksrecht ist in der Regel recht komplex, da hier viele verschiedene Faktoren zu berücksichtigen sind.

Dazu gehören insbesondere auch alle Rechtsfragen zum notariellen Kaufvertrag aber auch Fragen zum Grundbuch, zu Grunddienstbarkeiten, zu Grundpfandrechten sowie zu Grundschulden. Das Grundstücksrecht regelt aber auch das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern.


Hinweisgrafik Rechtsgebiet Grundstücksrecht

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, in dem die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks geregelt sind. Es dient vor allem der Offenlegung der Rechtsverhältnisse an einem Grundstück. Das Grundbuch wird grundsätzlich beim Amtsgericht geführt.

Das Grundbuch besteht aus:

  • Aufschrift
  • Bestandsverzeichnis
  • Abteilung I
  • Abteilung II
  • Abteilung III

Die Aufschrift dient der rechtlichen Identifizierung des Grundstücks. Dort ist das führende Amtsgericht, der Grundbuchbezirk sowie die Band- und Blattnummer aufgeführt.

Das Bestandsverzeichnis benennt die Gemarkung, Flure, Flurstücke, Wirtschaftsart, Lage und Umfang des Sondereigentums. Dort können zusätzlich auch Besonderheiten des Grundstücks eingetragen werden, z. B. einen Hinweis auf Erbbaurecht.

In Abteilung I des Grundbuchs werden die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks erfasst (Alleineigentum, Miteigentum, Gesamthandseigentum). Dabei werden zudem die Gründe für den Eigentumserwerb vermerkt, z. B. Übereignung, Erbe, Zuschlag durch eine Zwangsversteigerung.

In Abteilung II des Grundbuchs sind alle Lasten und Beschränkungen aufgeführt, die nicht in Abteilung III eingetragen werden. Zu den Lasten gehören z. B. die Grunddienstbarkeiten, Reallasten, Vorkaufsrecht, Nießbrauch, Wohnungsrecht, Erbbaurecht. Zu den Beschränkungen gehören z. B. Nacherbenvermerk, Insolvenzvermerk, Zwangsversteigerungsvermerk, Testamentsvollstreckungsvermerk.

In Abteilung III des Grundbuchs sind alle möglichen Grundpfandrechte vermerkt, mit denen ein Grundbuch belastet werden kann. Dazu gehören insbesondere die Grundschuld, die Hypothek, die Rentenschuld, die Eigentümergrundschuld und die Zwangs- bzw. Sicherungshypothek.

Bei Grunddienstbarkeiten handelt es sich um eingetragene Rechte Dritter an dem bezeichneten Grundstück, welche in Abteilung II des Grundbuchs erfasst werden. Dazu gehören zum Beispiel Wegerechte, Leitungsrechte oder Geh- und Fahrtrechte. Die Grunddienstbarkeit schränkt somit die Rechte des Eigentümers ein.

Grundpfandrechte bilden die Grundlage zur Kreditsicherung durch Immobilien. Dabei spielen vor allem die Hypothek und die Grundschuld eine wichtige Rolle.

Eine Grundschuld ist ein dingliches Recht eines Dritten an einem Grundstück, welches zugunsten des Gläubigers in das Grundbuch eingetragen wird. Nach der Rückzahlung der Forderung wird die eingetragene Grundschuld zur sogenannten Eigentümergrundschuld. Diese Eigentümergrundschuld bleibt dabei weiterhin im Grundbuch bestehen, so dass diese vom Eigentümer jederzeit wieder neu belastet werden kann.

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Das Erbbaurecht

Bei einem Erbbaurecht sind in der Regel der Erbbaurechtsgeber (z. B. Gemeinde, Kirche, Stiftung, Staat, Privatperson) und der Erbbaurechtsnehmer beteiligt.

Das Erbbaurecht verleiht dem Erbbaunehmer das Recht, auf oder unter einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu errichten oder zu erwerben.

Dabei pachtet der Erbbaunehmer für einen befristeten Zeitraum – in der Regel für 99 Jahre – das Grundstück.
Der Erbbaunehmer hat dann die Möglichkeit ein Gebäude errichten zu lassen, es zu vermieten oder auch zu verkaufen. Für die Nutzung des Grundstücks zahlt der Erbbaunehmer dem Erbbaugeber jährlich einen sogenannten Erbbauzins.

Das besondere beim Erbbaurecht ist somit, dass das Grundstück weiterhin dem Erbbaugeber (z. B. Gemeinde, Kirche, Stiftung, Staat, Privatperson) gehört.

Nach Ablauf der Erbbauzeit geht das Grundstück sowie das errichtete Gebäude an den Erbbaunehmer (z. B. Gemeinde, Kirche, Stiftung, Staat, Privatperson) zurück. Der Erbbaunehmer muss dann allerdings eine „Entschädigung“ zahlen. Alternativ kann natürlich auch der Vertrag verlängert werden.

Das Erbbaurecht ist vererbbar und veräußerbar.
Das Erbbaurecht wird dabei in Abteilung II des Grundbuchs als Last eingetragen.

Der Erbbaurechtsvertrag muss notariell beurkundet werden und beinhaltet vor allem:

  • Höhe und Zahlungsbedingungen sowie mögliche Klauseln für die Anpassung des Erbbauzinse
  • Laufzeit des Erbbaurechtsvertrages
  • Vorkaufsrecht des Grundstückseigentümers
  • Regelung zum Heimfall des Grundstücks
  • Festlegung des Zeitpunkts zur Errichtung eines Gebäudes
  • Pflichten des Erbbaunehmers (z. B. Instandhaltung, Versicherungen)
  • Zustimmung des Erbbaugebers zur Belastung und Veräußerung des Erbbaurechts
  • Anspruch auf Erneuerung des Erbbaurechts nach Ablauf der Laufzeit


Unsere Leistung

Bei einem Grundstückskaufvertrag spielt vor allem die Einhaltung bestimmter Formvorschriften eine große Rolle. Unsere immobilienrechtlichen Spezialisten und Fachanwälte verfügen über die notwendigen Erfahrungen, um ihre Interessen effektiv durchzusetzen.

  • Wir helfen Ihnen bei der Gestaltung und Formulierung eines Grundstückskaufvertrages.
  • Wir unterstützen Sie in allen rechtlichen Fragen rund um Ihr Grundstück.
  • Wir informieren Sie über Besonderheiten eines Grundstückskaufvertrages.
  • Wir prüfen die Wirksamkeit von Grundstücksübertragungen.
  • Wir gestalten Erbbaurechtsverträge.
  • Wir informieren Sie über Vor- und Nachteile eines Erbbaurechtsvertrages.

Wir unterstützen Sie sowohl Eigentümer als auch Käufer. Wir bieten Ihnen eine erstklassige Rechtsberatung und stehen Ihnen in allen rechtlichen Fragen rund um das Grundstücksrecht zur Seite.

Hinweis:  
Wir bieten keine Rechtsberatung und können aufgrund standesrechtlicher Bestimmungen keine rechtsberatenden Auskünfte geben. Unser Beitrag dient lediglich der Information. Da dieser Text mit der Unterstützung eines Juristen verfasst wurde, spiegelt er den derzeitigen Stand der deutschen Rechtsprechung wieder. Eine Gewähr und Haftung für die Richtigkeit aller Angaben wird jedoch nicht übernommen. Bitte kontaktieren Sie für juristische Fragen einen zugelassenen Rechtsanwalt Ihrer Wahl.